Meta-Programme sind dauerhafte Wahrnehmungsfilter, die unsere Persönlichkeit prägen und Strukturen
unserer Orientierung sowohl im Berufs- wie auch im Privatleben bilden. Was man unter Meta-Programmen
versteht und wie sie genutzt werden können, erfahrt Ihr hier!
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Meta-Programme sind ein Teil unserer inneren Filter, die wir benutzen.
Sie bestimmen, wie wir die Welt sehen, legen fest, auf welche Art wir die
hereinkommenden Informationen verzerren, verallgemeinern und tilgen, wie wir auf
archivierte Erinnerungen zurückgreifen und auf welche Informationen wir unsere
Aufmerksamkeit richten. Mit ihrer Hilfe kommen wir zu Verallgemeinerungen, halten
diese aufrecht oder entkräften sie. Unsere Meta-Programme bestimmen, was uns
interessiert, wohin unsere Aufmerksamkeit geht und wie wir motiviert werden und bleiben. |
Durch das Wissen um die Meta-Programme eines anderen Menschen ist es möglich, dessen Verhalten mit
erstaunlicher Treffsicherheit vorauszusagen. Unsere Kommunikation wird erfolgreicher, wenn wir unsere
Sprache so benutzen, dass die Worte und Formulierungen an die Filter unseres Gegenübers angepasst sind.
Das schafft auf der unbewussten Ebene bei beiden Gesprächsthemen das, was das NLP „Rapport“ nennt:
Ein vertrauensvolles einander Angleichen, das zum gegenseitigen Verstehen führt.
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Bei der Zusammenstellung von effektiven Teams
ist ein Wissen um die Filter der einzelnen Teammitglieder unverzichtbar für die
erfolgreiche Zusammenarbeit: Kein Meta-Programm kommt ohne das andere aus,
sie ergänzen und bereichern sich gegenseitig. Nur so können Einseitigkeiten in
Teams vermieden werden.
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Bei der Besetzung von Stellen ist es sinnvoll, zuerst ein Meta-Programm-Profil der Aufgaben zu
erstellen, um dann das Stellenangebot so zu formulieren, dass die richtigen Kandidaten darauf
aufmerksam werden. Mit Hilfe des NLP-Persönlichkeitsprofils wird dann der Bewerber ausgewählt,
der für die Erfüllung dieser Aufgabe am besten geeignet ist.
Marktforschung mit Hilfe der Meta-Programme gibt Erkenntnisse darüber, mit welchen Sprachmustern
die Werbung für das Produkt am effektivsten ist.
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Für die eigene persönliche Weiterentwicklung
ist es wichtig zu wissen, welche Filter ich selbst benutze. So weiß ich sofort,
warum ich mit bestimmten Menschen ständig „Stress“ habe und kann mein Verhalten
zukünftig entsprechend verändern (vorausgesetzt ich möchte das). Wenn ich das Ziel
habe, meine Potentiale so gut wie möglich zu nutzen, kann ich bestimmte Filter
trainieren oder eine einseitige Nutzung von Filtern verändern. |
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Meta-Programme sind keine starren Filter, sie verändern sich (oftmals) mit der Zeit und sind immer
abhängig vom jeweiligen Kontext der jeweiligen Situation. Außerdem sind sie abhängig von unserem
Gefühlszustand: Wenn wir Stress empfinden, benutzen wir unsere Meta-Programme oft anders als in
Situationen, die entspannt sind und in denen wir uns sicher fühlen. |
Es gibt bei Meta-Programmen kein richtig oder falsch; es gibt nicht das Meta-Programm.
Abhängig vom Kontext gibt es nützlichere und weniger nützliche Meta-Programme. Erst durch ihr
Miteinander, ihr gegenseitiges Beeinflussen entsteht das Ganze.
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Es geht also nicht darum, die Menschen in Schubladen zu packen, nach dem Motto:
„Der hat das Meta-Programm X, kein Wunder das er doof ist.“ Es geht vielmehr darum, in dem Wissen
um diese Dinge die Chance zu sehen und zu ergreifen, den Umgang mit sich selber und mit anderen
flexibler, offener und freier zu gestalten, als dies bisher der Fall war.
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Ein Mensch ist NICHT sein Verhalten, er HAT ein Verhalten!